wissensfraktal
 
Desinformation und Wissensqualitätsmanagement
 
Die Intelligenz bzw. Erfolgswirksamkeit einer Organisation [1] beruht auf der Fähigkeit zur zielgerichteten Veränderung.
Organisationale Verbesserungsbarrieren [2] können auf Nicht-Wollen und Nicht-Können beruhen. Während »Nichtkönnen« durch Wissenszufuhr grundsätzlich einfach behoben werden könnte, [3] sind »Nichtwollens«-Barrieren [4] nur schwer zu handhaben und beeinträchtigen auch einfachere Formen des Wissenstransfers. So kann ein Entscheider häufig etwa kaum beurteilen, inwiefern er (oder sie) mit relevanten oder nutzlosen Informationen bedacht wird: wenn man etwas nicht weiß, weiß man schließlich noch nicht einmal, was man nicht weiß.
Andererseits gilt normalerweise Arrows Paradox für den jeweils Informierenden bei der Wertermittlung einer Information: Um deren (in hohem Ausmaß situationsabhängigen) Wert zu bestimmen, muß das Wissen übertragen werden. Mit der Übertragung erhält sie der Empfänger jedoch u. U. kostenlos, was die Bereitschaft zum Transfer entsprechend reduziert.
Diese grundlegende Problematik verliert nicht an Wirksamkeit, indem man sie ignoriert. Die Augen vor diesen Schwierigkeiten zu verschließen, führt im ungünstigsten Fall zur Trivialisierung [5] oder zur Installation neuer Lippenbekenntnisse [6] bei weiteren Wirksamkeitsverlusten (allenfalls die organisationale Kompliziertheit, nicht aber die organisationale Problemlösungskompetenz wird gesteigert).
Dabei müssen Verbesserungsbarrieren nicht notwendigerweise (mikro-)politisch motiviert sein, sondern beruhen oft auf qualitativer Desinformation. [7] Dieses Phänomen ist nicht auf spezielle Kontexte beschränkt: es kann in allen Bereichen auftreten.
 
Der hier entwickelte fraktale Managementzugang ist die Basis für eine effektive Lösung der Problematik. Die fraktale Analyse überwindet das Spannungsverhältnis zwischen Selbstreferenz [8] und Kirsch’s Haarschneideautomat [9] und kann als skaleninvariantes, generisches best practise angewandt werden.
Der fractal-based-view ist ein wirksamer Ausgangspunkt einer qualitativen Corporate & Organizational Governance; der integrative Ansatz umfaßt den Personal-, Organisations- und Strategiebereich. [10]
 
[ergänzende Anmerkungen/Endnoten]